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15.12.2014

Im Dialog

Wohnzimmergespräch

„Auf dem Weg zur Green Economy – Nachhaltiger Konsum zwischen Wertewandel und Marktpotenzial“, so hieß unser erstes Wohnzimmergespräch in den Räumen der Agentur. Zwei Top-Referenten aus der Praxis präsentierten kurz und prägnant ihren Ansatz, um danach in entspannter Wohnzimmer-Atmosphäre für alle Fragen zur Verfügung zu stehen.

17:00

Stühle rücken, Technik testen, Namensschilder drucken – die Vorbereitungen bis zum Eintreffen der Gäste laufen wie am Schnürchen. Wir freuen uns: Es hat sich eine interessante Mischung von Personen aus mittelständischen Unternehmen, Konzernen, Handel, NGOs, Forschung und öffentlicher Hand angemeldet. Das verspricht ein spannender Abend zu werden. Punkt halb sechs. Der Einlass beginnt und die ersten Gäste treffen ein. Genügend Zeit, um den einen oder anderen noch persönlich zu begrüßen. 

18:00

Michael Kuhndt, Direktor des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production in Wuppertal, und Hartmut Gahmann, Leiter Corporate Communications der Nestlé Deutschland AG, sprechen über nachhaltigen Konsum in Deutschland. Kuhndt skizziert deutsche Lebensstile und betont die Bedeutung von „Hot“ und „Sweet Spots“. Er macht deutlich, dass nachhaltiger Konsum inzwischen ein wichtiges Thema vieler großer Unternehmen ist. Dann Hartmut Gahmann. Auch er beschreibt verschiedene Szenarien für die Zukunft und verdeutlicht das Ziel von Nestlé, den Begriff „Qualität“ für alle Produkte neu zu definieren. Demnach sei Nachhaltigkeit inzwischen ein fester Bestandteil des heutigen Qualitätsverständnisses der Verbraucher, und dies beeinflusse folgerichtig sämtliche Produktionsstandards im Unternehmen. Im Raum könnte man eine Stecknadel zu Boden fallen hören, so gespannt folgen alle den Ausführungen der beiden Referenten. 

19:00

Kuhndt und Gahmann haben es sich inzwischen auf dem Sofa gemütlich gemacht. Jetzt fragen wir nach: Wie definiert sich ein nachhaltiges Produkt? Wie wird ein Konzern seiner Verantwortung für nachhaltige Produkte wirklich gerecht? Welche Werte haben Verbraucher, und was wird von Konsumenten am Point of Sale tatsächlich gekauft? Wie groß ist überhaupt das Marktpotenzial für nachhaltige Produkte in Deutschland? Zwischendurch: immer wieder Heiterkeit und einzelne Fragen aus dem Publikum. Muss die Politik mehr eingreifen? Wie viel Verwirrung verträgt der Konsument? Funktionieren QR-Codes auf dem Produkt? Brauchen wir mehr Aufklärung und Information für den Konsumenten, oder fehlt es an Begeisterung und Erlebnis? 

20:00

Mmmhm, das macht Appetit auf mehr. Die Gäste bleiben auch nach dem offiziellen Teil. Das Buffet ist reichhaltig und lecker. Die Gespräche sind laut und angeregt. Sehr viele nutzen die Gelegenheit, sich noch besser kennenzulernen. Eine sagt: Heute war wirklich für jeden etwas dabei. Ein anderer meint: Finde ich gut, wenn in der Diskussion auch Anregungen aus dem Publikum kommen. Auch die Gastreferenten bleiben. Beide bringen etwas Zeit mit und genießen einen ruhigen Ausklang ihres „offiziellen“ Teils bei Häppchen, Getränken und interessanten Gesprächen. 

21:00

Langsam wechseln die Gespräche vom Fachlichen ins Persönliche. Jetzt ist Zeit nachzufragen. Was muss geschehen, um noch mehr Konsumenten und Unternehmen für Nachhaltigkeit zu begeistern? Was würde Dich überzeugen, öfter zu einem nachhaltigen Produkt zu greifen? Aber auch: Wie war der Abend? Wie hat es gefallen? Unterm Strich: Das machen wir wieder. Die Gäste bedanken sich für den gelungenen Abend und versprechen, auch beim nächsten Mal dabei zu sein.

22:00

Die letzten gehen um zehn. Das Buffet ist leer. Alle sind satt. Und wir haben Lust auf mehr – auf mehr Austausch, mehr Impulse und noch mehr Inspiration.


Stefanie Fulda